Unser Gehirn und wie es uns steuert

Um unser Verhalten besser zu verstehen, sollten wir uns gestatten einen kleinen Ausflug in unser Gehirn zu machen. Die Hirnforscher sind in diesem Fall die besten Reiseleiter.

Unser Gehirn sieht, wenn wir es von aussen betrachten, ziemlich unspektakulär aus. Und dennoch besitzen wir nicht nur ein Hirn, sondern sechs verschiedene Gehirne, deren Zusammenspiel uns als Mensch ausmacht.

Das was wir sehen, wenn ein menschlicher Schädel geöffnet wird, ist das Großhirn und es besteht aus dem Cortex, in dem das „Menschhirn“ mit seinen Bereichen für, geplante Bewegung, Sprache, Tasten, Hören und Sehen untergebracht sind. Darüber hinaus beherbergt das Großhirn noch ein Areal, das die Hirnforschung den Präfrontalen Cortex nennt. In ihm finden unsere Denkabläufe auf bewußter Ebene statt. Es wird „Denkhirn“ oder auch Vorderer Stirnlappen genannt, wobei manche Gerhirnbesitzer, im Gegensatz zu den Gehirnbenutzern, diesen Gehirnteil als Jammerlappen missbrauchen !

Das Mittelhirn ist kleiner als das Großhirn und entwicklungsgeschichtlich auch älter als dieses. Hier findet das „Limbische System“, das „Fühlhirn“ seinen Platz. Hier entstehen unsere Gefühle, hier werden Entscheidungen getroffen und Dinge, Ereignisse und Menschen werden einer Bewertung unterzogen. Auch das Riechen ist hier beheimatet. Des weiteren sitzt auch die „Alarmzentrale“, in Form der Amygdala (Mandelkern), im Limbischen System. Ein weiterer und letzter Teil des Mittelhirns bzw. des Limbischen Systems ist unser Belohnungssystem. Dieses sitzt im Hypothalamus und dem Nucleus accumbens. Hier werden die Glückshormone ausgeschüttet, wie Dopamin und viele andere. Und alle diese Teile wurden im Großhirn eingebettet um geschützt agieren zu können.

Kommen wir nun dorthin, wo ich von Anfang an hin wollte. Zum kleinsten und entwicklungshistorisch ältesten Teil unseres Steuerungsorgans – dem Hirnstamm oder Kleinhirn. Es wird auch gern als Reptilhirn bezeichnet. Hier sitzen die automatischen Abläufe, unter anderem die drei Reaktionen auf äußere Reize (Gefahr). Diese sind im Einzelnen:

  • Angriff
  • Flucht
  • Erstarrung

Wenn wir auf Grund äußerer Reize dem Stammhirn das alleinige Kommando, über unsere Reaktion überlassen, haben wir ein Problem – denn:

Wenn das Reptilhirn regiert, ist es nicht möglich rational zu denken und zu handeln.

Ein Beispiel, wie so ein Szenario aussehen kann, zeige ich Euch im nächsten Blog.

 

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